Der IHK-Bereich entspricht dem ehemaligen Verwaltungsbezirk Oldenburg, der bei der Bildung des Landes Niedersachsen 1946 eingerichtet worden war. Die Grenzen bilden im Norden die Insel Wangerooge, im Süden der Landkreis Vechta. Östliche und westliche Grenzen der Kammerregion sind die kreisfreie Stadt Delmenhorst und der Landkreis Ammerland. Als Mitglied der Oldenburgischen Landschaft, ebenfalls Körperschaft des öffentlichen Rechts, engagiert sie sich zur Wahrung der Oldenburgischen Identität, die auch Wirtschaft und Handel der Region prägt. Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer ist eine von 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland mit Sitz in Oldenburg (Niedersachsen). Die 71-köpfige Vollversammlung, die alle fünf Jahre neu gewählt wird, ist das oberste Gremium und Beschlussorgan der IHK. Das Präsidium wird von den Mitgliedern der Vollversammlung in einer konstituierenden Sitzung gewählt. Die Wahl des aktuellen Präsidiums erfolgte am 1. Dezember 2015. Die Oldenburgische IHK wird gemeinsam durch den Präsidenten Gert Stuke und den Hauptgeschäftsführer Dr.

Thomas Hildebrandt (seit 1. Januar 2019) vertreten. Dem Präsidium gehören als Vizepräsidenten die Unternehmer Michael Engelbrecht, Maike Kornemann-Kuhnt, Jan Müller, Tom Nietiedt, Stefan Schnier und Franz Thole an. Karl Harms ist Ehrenpräsident. [5] Die Oldenburgische IHK widmet sich sechs Geschäftsfeldern: Ausbildung und Weiterbildung; Gründung und Förderung; Recht und Steuern; Innovation, Energie, Umwelt; Geschäfte weltweit; Unsere Region. Die IHK informiert und berät Unternehmen, zum Beispiel auf den Gebieten duale Ausbildung, Außenwirtschaft, betrieblicher Umweltschutz, Innovation oder Wettbewerbsrecht. Sie nimmt hoheitliche Aufgaben für die Unternehmen anstelle des Staates wahr, zum Beispiel in der Berufsausbildung und im Sachverständigenwesen. Außerdem bündelt sie die Interessen der Wirtschaft im IHK-Bereich und vertritt sie gegenüber Politik und Verwaltung, zum Beispiel in Fragen der Regionalentwicklung und der Verkehrsinfrastruktur. Gemeinsam mit der Wirtschaft beschleunigt die IHK beispielsweise Verkehrsprojekte, wie den A1- Ausbau, den Bau der Küstenautobahn A 20, den JadeWeserPort, leistungsfähige Bahnverbindungen sowie Wasserstraßen. [6] Die Oldenburgische IHK engagiert sich in der Metropolregion Nordwest. 16 Städte und Landkreise aus dem Nordwesten, die Länder Bremen und Niedersachsen sowie sechs Industrie- und Handelskammern arbeiten in enger Abstimmung an den zehn ausgewählten Zukunftsfeldern der Metropolregion.

[8] Der Vorläufer der Oldenburgischen IHK war der Oldenburgische Gewerbe- und Handelsverein. Am 30. März 1840 kamen 66 Vertreter aus Industrie, Handel, Handwerk und Beamtentum in Oldenburg zusammen, um zu beraten, ob und in welcher Form sich eine „offizielle“ Berufsvertretung für diese Kreise schaffen ließe. Die Regierung stand den Plänen der Versammlung offen gegenüber, so dass im Februar 1841 die erste Generalversammlung des „Oldenburgischen Gewerbe- und Handelsvereins“ stattfinden konnte. Durch den Erfolg des Gewerbevereins wurden bereits in den Jahren 1882 bis 1885 die Stimmen für die Errichtung einer „richtigen“ Handelskammer lauter. So erarbeitete der Gewerbeverband auf Wunsch der Regierung den Entwurf eines Handelskammergesetzes, der seitens des Staatsministeriums dem Oldenburgischen Landtag im Jahre 1900 zugeleitet wurde. Der Landtag erließ das Oldenburgische Handelskammergesetz im Februar 1900, das im Mai 1900 in Kraft trat. Die konstituierende Versammlung der neuen Kammer fand am 11. Juli 1900 statt. Dies war die Geburtsstunde der Handelskammer für das Herzogtum Oldenburg. Das Land Oldenburg (damals noch Herzogtum) erhielt somit beinahe als letzter von allen deutschen Bundesstaaten eine Industrie- und Handelskammer.