Die wichtigste Arbeitsorganisation ist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Dachverband von acht Einzelgewerkschaften für einzelne Wirtschaftssektoren, die ab 2014 mehr als 6 Millionen Menschen vertreten[update]. Größte Einzelgewerkschaft ist die IG Metall, die seit 2014 rund 2,3 Millionen Mitglieder in der Metall-, Elektronik-, Stahl-, Textil-, Holz- und Kunststoffindustrie organisiert. Angesichts der Laufzeit der Vereinbarung von 20 Monaten, die weit über den ursprünglich von der IG Metall geforderten zwölf Monaten liegt, können die Arbeitgeber auch langfristige Pläne erstellen. Die Gewerkschaften in Deutschland definieren sich als mehr als eine “Kollektivverhandlungsmaschine”, aber als wichtige politische Akteure für soziale, wirtschaftliche und auch ökologische Themen, insbesondere auch für arbeitsmarktpolitische und berufliche Bildung. Am 15. Mai 2013 schlossen der Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) und die Ig Metall einen Pilotvertrag in der Branche. Dieser Parameter definiert die Industrieunternehmen, auf die die TV-BZ angewendet wird. So sieht Art. 1 Nr. 2 TV BZ ME vor, dass die relativ hohen Zuschläge laut TV BZ ME nur für Arbeiten in Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie gelten. Das TV BZ ME muss von allen Zeitarbeitsfirmen angewendet werden, die das iGZ/BAP-TV anwenden, da die TV BZs Teil der Tarifverträge von iGZ und BAP sind.

Zeitarbeitsfirmen sind nicht verpflichtet, das TV BZ ME anzuwenden, wenn sie ihre Mitarbeiter auf der Grundlage von Gleichbehandlungsgrundsätzen abtreten und wenn sie den iGZ/BAP-Tarifverträgen mit ihren Mitarbeitern nicht zugestimmt haben. Die Verhandlungen begannen am 19. März 2013 in Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Weitere Regionen folgten. Nach dem Auslaufen des vorherigen Tarifvertrags am 30. April 2013 organisierte die Gewerkschaft zwischen dem 1. und 14. Mai 2013 symbolische Streiks mit rund 750.000 Beschäftigten, wie es in einem Presseartikel heißt.

Am 4. Juni 2013 kommentierte die IG Metall die jüngste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft erklärte in einer Presseerklärung, die neue Vereinbarung biete den Beschäftigten “Sicherheit, klare Zukunftsperspektiven und einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung”. Außerdem ist die Lohnerhöhung in zwei Schritten nicht nur eine Verbesserung für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Arbeitgeber akzeptabel. Während die Arbeitervereinigungen in der Vormärz-Ära die Arbeiterklasse vertraten, wurden in der Revolution von 1848/49 die ersten Gewerkschaften auf nationaler Ebene gegründet. In der Tradition der Zunftverfassung beschränkten sich diese Gewerkschaften auf einzelne Berufsgruppen. In der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden eine Lohneinigung erzielt worden. Die neue Vereinbarung, die bis Ende Dezember 2014 läuft, sieht vor, dass die Löhne der Arbeitnehmer zum 1. Juli 2013 um 3,4 % und am 1. Mai 2014 um weitere 2,2 % steigen werden. Die Lohnerhöhung folgt auf zwei “Nullmonate” im Mai und Juni 2013. Diese Lohnerhöhungen wurden von allen anderen Tarifregionen übernommen.